Mehr Infos zu Alkohol und Co. und zur neuroelektrischen Stimulation

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Alkohol

Nach einer Alkoholentgiftung bei uns sind Sie nach aller Regel nach 4-5 Tagen schon wieder auf der Höhe. Die NES wirkt auch hier Wunder. Ihr Endorphinsystem kommt wieder zu alter Stärke, was die Ängste und depressiven Verstimmung wieder zur Ruhe bringt. Je nach der Stärke Ihrer Entzugserscheinung (von rein psychisch bis zu starkem Zittern, Schwitzen etc.) erhalten sie die ersten zwei Tage eine Medikation, die aber bis zum Tag 5 ausgeschlichen ist. Unsere Teilnehmer sind immer wieder erstaunt, wie unkompliziert die Alkoholentgiftung bei uns verläuft.

Kokain

Kokain erzeugt ein Gefühl von extremer Freude (Euphorie) –  im Gehirn werden extrem hohe Mengen Dopamin freisetzt. Wird die Kokaineinahme gestoppt, erfolgt ein extremer psychischer Absturz (Crash). Dieser Absturz wird von einem starken Verlangen nach Wiederholung begleitet. Entzugssymptome die nach der Beendigung chronischer Kokaineinahme eintreten, sind Müdigkeit, Freudlosigkeit (Dystemie), Angst, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Unruhe, unangenehme Träume und gegerelles unwohlsein. Kokain-Entzug führt meistens zu keinen greifbaren körperlichen Symptomen wie Erbrechen und Zittern, im totalen Gegensatz zu den Heroin- und Alkoholentzügen.

Suchtdruck und Depressionen können Monate nach Beendigung eines langfristigen (besonders täglichen) Kokainkonsums anhalten. Entzugssymptome können bei manchen Personen auch mit Selbstmordgedanken einhergehen. Mit Hilfe unserer NES werden die beschriebenen primären Entzugserscheinungen sehr gut abgefangen. Kokainkonsumenten haben ein schweres Ungleichgewicht im Dopamin- und im Endorphin-System (wie neueste wissenschaftliche Publikationen berichten). Diese werden von NES schnell und effizient korrigiert.

Amphetamine (auch Crystal)


Amphetamine (auch Crystal)

Amphetaminabhängige klagen im Entzug über Müdigkeit und Trägheit, anfangs über Dauerschlaf dem eine langwierige Schlaflosigkeit folgt. Extreme innere Unruhe folgt innerhalb von 36 Stunden nach Beendigung des letzten Konsums und hält einige Tage an. Der Grad der Depressivität wird durch die Dauer und Menge des Konsums beeinflusst, reicht aber von milder Niedergeschlagenheit bis hin zu einer schwerer klinischer Depression. Psychosen unter Amphetaminabhängigen sind leider nicht selten. Obwohl sich die Entzugserscheinungen von denen des Opiat-Entzugs deutlich unterscheiden, benötigen Amphetaminabhängige oft einen stationären Aufenthalt und in einigen Fällen dringend psychiatrische Aufmerksamkeit.

GHB / GBL

GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) wird im Körper zum Botenstoff GABA umgewandelt, der im Gehirn unter anderem die Wach-/Schlafzustände regelt und Wachstumshormone stimuliert. GBL (Gamma-Butyrolacton) und 1,4-Butandiol sind GHB-Vorläufersubstanzen, d.h. sie können vom Körper in GHB umgewandelt werden. Der regelmässige Konsum von GHB/GBL kann zu Schlafstörungen, Ängstlichkeit und Zittern führen; es besteht schnell die Gefahr einer Abhängigkeit mit psychischen und körperlichen Symptomen. Bei chronisch hochdosiertem Konsum (etwa alle 2 bis 3 Stunden) kommt es beim Absetzen zu schweren körperlichen Entzugssymptomen, wie beispielsweise Schweissausbrüchen, Muskelkrämpfen oder epileptischen Anfällen. Auf der psychischen Seite sind Psychosen und delirante Zustanden überhaupt nicht selten.

Wir behandeln GHB-Abhängigkeit vor allem medikamentös mit Beruhigungsmitteln und anderen Arzneien die mit dem GABA-System in Wechselwirkung stehen. Wir wenden auch hier die NES an, um die Stimmung entsprechend positiv beeinflußt.

Opiate und Opioide

Opiate und Opioide

Heroin, Morphin, Kodein, Oxycodon und andere Opiate

Opiate sind streng genommen das Morphin (Substitol) und seine Derivate Heroin, Kodein, Oxycodon (Oxygesic) und einige andere heute selten eingesetzte Substanzen. Opiate haben eine relativ kurze Lebensdauer (Halbwertszeit) im Körper. Das sie gut wasserlöslich sind, lagern sie sich nicht im Fettgewebe ein. Durch die schnelle Abbaurate von Opiaten im Körper ist die Entgiftung dieser Substanzen fast immer in 7 Tagen gut zu schaffen. Sie sollten am Anreisetag idealer weise gerade soviel Opiat im Körper haben, dass ihre Entzugserscheinungen am Morgen gerade begonnen haben. Gewöhnlich geht es Ihnen am 5. Tag schon wieder recht gut und sie überstehen die ersten und die Zeit danach Tage problemlos.

Methadon und Polamidon

Methadon und Polamidon werden in Deutschland zur Opiat- bzw. Heroin-Substitution angewendet. Methadon besteht aus einer Mischung zweier zueinander spiegelbildlicher Moleküle. Nur eines dieser Spiegelbilder wirkt auf den Menschen. Polamidon enthält nur das wirksame Spiegelbild und ist deshalb bei gleicher Menge doppelt so stark. Methadon und Polamidon werden von den Substitutionsstellen in mit Saft verdünnter Form abgegeben. In einem ml Saft sind immer 10 mg Methadon oder Polamidon. Nimmt man also täglich 10 ml Methadonsaft so liegt die Dosis bei 100 mg Wirkstoffs. Beide Stoffe besitzen eine lange Halbwertszeit von ca. 24 h. Das heißt, nach 24 h ist erst die Hälfte des Stoffes abgebaut. Dementsprechend stellt sich nach einiger Zeit, eine gleichbleibende Konzentration von Methadon im Körper ein (steady state). Diese muss ganz abgebaut werden und das dauert länger als der Abbau der open erwähnten Opiate. Deshalb dauert ein Methadonentzug auch länger als der Entzug von Heroin. Beim Metha-bzw. Polamidonentzug empfehlen wir daher ab einer Dosis von mehr als 30 bzw. 15 mg (entsprechend 4 bzw. 2,5 ml) sich 9 Tage für die Entgiftung Zeit zu nehmen. Am Anreisetag sollten Sie morgens kein Metha-/Polamidon mehr einnehmen. Wir empfehlen, die Metha-/Polamidondosis in den zwei Wochen vor der Entgiftung so weit wie möglich zu reduzieren. Am Anreisetag sollte auf die morgendliche Methadoneinnahme verzichtet werden.

Buprenorphin (Subutex, Suboxone)

Dies ist ein sogenannter Partial-Agonist am Opiatrezeptor. Er bindet stärker als alle Opiate und auch Methadon an die Opiatrezeptoren, regt die Rezeptoren aber nicht vollständig an. Dies ist einerseits von Vorteil, weil dadurch eine geringere sedierende (bzw. salopp: matschig machende) Wirkung ausgelöst wird. Andererseits verdrängt Buprenorphin andere Opiate vom Rezeptor. Hierdurch kann die Einnahme von Buprenorphin bei Opiatkonsumenten zu plötzlichen starken Entzugserscheinungen führen. Deshalb muss die Opiat-/Opioid-Dosis vor der Einnahme von Buprenorphin auf ein gewisses Maß herabgesetzt werden. Sollten Sie von Metha- bzw. Polamidon auf Buprenorphin als Substitutionsmittel umsteigen wollen, um in Schritten Ihr Ziel der Abstinenz zu erreichen, so können Sie die Umstellung in 5 Tagen bei uns machen.

Buprenorphin wird aufgrund seiner hohen Fettlöslichkeit im Körper gespeichert und nur langsam aufgrund seiner trägen Rezeptorkinetik ausgeschieden. Auch auf Grund der langen Halbwertszeit von Buprenorphin ist der Entzug von hochdosiertem Buprenorphin (ab ca. 8 mg) ebenso langwierig wie die Methadonentgiftung, allerdings hinsichtlich der Entzugserscheinungen leichter. Im Falle, dass Sie Buprenorphinabhängig sind, empfehlen wir am Anreisetag keine Einnahme am Morgen zu tätigen und wenn möglich auch am Vortag kein oder nur wenig Buprenorphin zu nehmen. Idealerweise reduzieren Sie Ihre Einnahmemenge schon im Vorfeld der Entgiftung.

Tramadol, Tilidin (Valeron) und Tapentadol (Palexia)

Diese Opioide werden weit verbreitet als Schmerzmittel eingesetzt. Tilidin kann seit Anfang diesen Jahres nur mit nummerierten Betäubungsmittelrezepten erhalten werden. Alle drei Mittel sind vergleichsweise leicht zu entziehen. Selbst hohe Dosen (Tilidin 500 mg/Tag) können problemlos in 5 Tagen entzogen werden. Erfahrungsgemäß halten auch die post-akuten Entzugserscheinungen nur 1-2 Wochen an (speziell RLS). Bei höherer Dosierung empfehlen wir aber auch hier einen 7 Tage Aufenthalt, damit auch die letzten Symptome abgeklungen sind und Sie zur Bewältigung von post-akuten Symptomen (insbesondere Schlafproblemen und RLS), medikamentös eingestellt sind.

Meg Patterson und die neuroelektrische Stimulation

Das Entgiftungsverfahren

Unser Entgiftungsverfahren ist relativ neu und wird unseres Wissens von nur noch wenigen Einrichtung weltweit angewendet. Den unvergleichlich sanften Entzug erreichen wir durch die gemeinsame Anwendung von zwei bereits bekannten und für sich sehr wirksamen Methoden zur Beherrschung von Entzugssymptomen: zum einen die neuro-elektrische Stimulation (NES) und zum anderen die Verwendung eines Wirkstoffs, der den Stoffwechsel-Prozess, durch den die zentralen Entzugssymptome im Gehirn ausgelöst werden, blockiert (Noradrenalinblocker).Alleine die Verwendung von NES erleichtert den kalten Entzug erheblich. Dies sagte einer der bekanntesten Heroinabhängigen im Musikgeschäft, Keith Richards von den ‘Rolling Stones’ über seine NES-Behandlung:

“Du glaubst nicht, Wie einfach das geht… Das ist so ein kleiner Kasten mit Leitungen dran, die zu deinem Ohren führen. In zwei, drei Tagen bringt es der Apparat fertig, dass dein ganzes System wieder in Ordnung kommt. Sonst ist das immer die allerschlimmste Zeit, wenn du von dem Stoff runter willst, du fühlst dich sauelend. Aber diesmal: keinerlei Beschwerden. Und warum? Ich kann’s nicht genau sagen, weil es wirklich nichts weiter ist, als ein ganz simpler batteriebetriebener Apparat.”

Pete Townsend von ‘The Who’ äußert sich folgendermaßen:

“Obwohl ich ja erstaunliche Erfolge mit ihrer (Dr. Patterson’s) Technik miterlebt hatte, war ich unsicher, ob es bei mir anschlagen würde. Aber schon am zweiten Tag, wußte ich, dass ich auf dem richtigen Weg war. Und am dritten Tag spürte ich wieder sexuelles Interesse, hatte ich auf einmal wieder Lust auf einen Spaziergang. Es war unglaublich! Da war ein Gefühl von innerer Freude, als ich begann, meine Unabhängigkeit von Drogen wiederzugewinnen.”

Der Gitarrist Eric Clapton beschreibt wie NES auf seinen Suchtdruck gewirkt hat:

“Ich hatte zuerst nicht damit gerechnet, dass da viel bei rauskommt… Aber die NET (heute NES genannt) hat es fertiggebracht, dass ich auf Heroin keinen Bock mehr habe.”

Dr. Meg Patterson erläutert die Entdeckung und Wirkungsweise der neuro-elektrischen Stimulation (NES)

»Es sieht aus wie ein Walkman«, erklärt Pete Townshend, Chefgitarrist und – Texter von The Who, der britischen Rockgruppe. »Du hängst dir das Ding einfach an den Gürtel – es ist ja nicht größer als ein Transistorradio – und die zwei Kabel, die daran angeschlossen sind, klebst du dir hinter die Ohren. Dann muss nur noch die richtige Frequenz gefunden werden. «Was der damals 38-jährige Rockstar hier beschreibt, ist nicht etwa der neueste Fortschritt bei der Aufnahmetechnik, sondern eine neuartige Suchttherapie – eine Suchttherapie allerdings, die bildlich gesprochen bestimmte melodische Saiten in unserem Gehirn in Schwingung versetzt. Was da wie ein Walkman aussieht, ist in Wirklichkeit ein kleiner Sender, dessen winzige elektrische Signale offenbar mit den natürlichen Rhythmen des Gehirns harmonieren, was zur Folge hat, dass  Alkohol-, Drogengier und Angst im Entzug stark abgeschwächt sind. So war es zumindest bei Townshend. Das kleine schwarze Kästchen sei seine Rettung gewesen, beteuert er. Nach zwei Jahren fast tödlicher alkoholischer Exzesse brauchte er starke Tranquilizer und griff dann schließlich zu jeder Droge, derer er habhaft werden konnte. »Die Methode funktioniert nicht nur bei Trinkern«, betont Townshend. »Sie hilft auch denen, die vom Rauchen loskommen wollen,oder von Heroin, Schlafmitteln, Aufputschmitteln, Kokain, Marihuana, was auch immer. Für jede Form von Abhängigkeit gibt es eine bestimmte Frequenz, die dafür am besten wirkt.«

Margaret Patterson, eine schottische Chirurgin, war die Eigentümerin und Erfinderin dieses Zauberkästchens, das zunächst verdächtig nach Hokuspokus aussieht. Man dreht ein paar Knöpfchen und – schwuppdiwupp – ist man jedes nur erdenkliche Laster los. Townshend ist nicht die einzige Berühmtheit, bei der ihre ungewöhnlicheTherapie anschlug. Sie kann für sich in Anspruch nehmen, über ein Dutzend hochkarätigerRockstars wiederhergestellt zu haben, darunter Ex-Heroinsüchtige wie Eric Clapton und der offenbar unverwüstliche Keith Richards von den Rolling Stones, dessen rücksichtsloser Drogenmissbrauch ebenso legendär ist wie seine Musik. Gottseidank entsprach Frau Patterson weder dem Bild eines Scharlatans noch dem einer Kultfigur. »Ich spreche nicht gern von einem Heilmittel oder einer Heilung. Ich nenne es lieber eine schnelle Entgiftungsmethode. Durch die elektrische Stimulation wird das System der körpereigenen Drogen innerhalb von 10 Tagen wieder normalisiert. Die meisten Patienten berichten, dass währenddessen auch das Verlangen nach Alkohol und Drogen stark zurückgeht.«

»Die NES ist eine sehr viel sanftere Methode, bei der mindestens zwanzigmal schwächere Ströme verwendet werden. Die Patienten spüren dabei nur ein leichtes Kribbeln hinter den Ohren, wo die Elektroden festgemacht werden.« Dennoch vermag diese sanfte Therapie – da war sich die Erfinderin ganz sicher – der heftigen physiologischen Reaktionen Herr zu werden, die im Stadium des Cold Turkey* sonst oft auch die Willens stärksten in die Knie zwingen. So stellte Sie fest: »Bei mir kann jeder bei nur ganz geringen Beschwerden von einer missbräuchlich verwendeten Substanz loskommen, ganz egal wie stark ihre oder seine Abhängigkeit ist.« Es bleiben natürlich nicht alle, die das Entgiftungsprogramm abschließen, auf Dauer abstinent. Patterson betonte in diesem Zusammenhang, dass die NES ihre Wirksamkeit erst in Verbindung mit Beratung, therapeutischen Maßnahmen und einer stützenden häuslichen Umgebung voll entfalten kann. Bei vielen ehemaligen Süchtigen scheint die NES-Behandlung jedoch in der Tat langandauernde Erfolge zu zeitigen. Wer den Angaben Pattersons über die Zahl der Rückfälle Glauben schenkt, muss anerkennen, dass diese bei jeder Suchtform um ein Vielfaches unter dem landesweiten Durchschnitt liegen.Ein kurzer Blick auf ihren Werdegang genügt, um Patterson als ebenso seriöse wie hochqualifizierte Ärztin auszuweisen. Mit 21 Jahren schloß sie als jüngste Frau ihr Medizinstudium an der Universität von Aberdeen ab. Nur vier Jahre später wurde sie zumMitglied des Royal College of Surgeons an der Universität von Edinburgh ernannt – eines Elitezirkels, in den wenige vordringen, die noch nicht einmal 30 sind. Und kurz vor ihrem vierzigsten Geburtstag wurde ihr in Anerkennung ihres hervorragenden ärztlichen Einsatzes in  Indien von der Queen eine der höchsten Auszeichnungen des Landes, der Titel eines Member of the British Empire (MBE), verliehen. Bei Kollegen und Patienten galt die zierliche schottische Chirurgin als warmherzig, selbstsicher und durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Andere Ärzte übernahmen das Verfahren mit guten Erfolg:

Patterson war ein Pionier auf dem Gebiet der bioelektrischen Medizin, der bis vor kurzem am Veteran Administration Hospital in Syracuse im Staat New York tätig war. »Ich nehme jedoch an, dass Dr. Pattersons Methode tiefgreifende Veränderungen des zentralen Nervensystems zur Folge hat. Das psychologische Bedingungsgefüge der Sucht scheint auseinanderzubrechen.« Als die NET (heute NES)aus der Taufe gehoben wurde, stand ähnlich wie den Röntgenstrahlen der Zufall Pate. Es begann nämlich alles mit einer zufälligen Entdeckung im Herbst 1972.

Zu der Zeit leitete Dr. Patterson die chirurgische Abteilung des Tung Wah Hospitals in Hong Kong. Einer ihrer dortigen Kollegen war der Neurochirurg Dr. H. L. Wen, der damals gerade aus der Volksrepublik China zurückkam, wo er sich mit der Technik der Elektroakupunktur vertraut gemacht hatte. Ursprünglich nur an ihrer schmerzausschaltenden Wirkung interessiert, testete Dr. Wen die Elektroakupunktur bei Patienten mit denverschiedensten Krankheitsbildern auf ihre Nützlichkeit bei der Schmerzunterdrückung. Er wusste jedoch nicht, dass beinahe fünfzehn Prozent seiner Patienten von extrem reinem Heroin beziehungsweise Opium abhängig waren – eine Tagesration dieser Drogen war damals für den Preis einer Zigarettenschachtel leicht zu haben. »Eines Tages«, erinnerte sich Patterson, »machte ein Süchtiger Dr. Wen darauf aufmerksam, dass seit der Elektroakupunktur-Behandlung seine Entzugssymptome verschwunden seien. Dabei fühlte er sich so, als habe er sich gerade einen Schuss Heroin gesetzt, sagte er. Wen dachte sich zunächst nichts dabei; aber ein paar Stunden später berichtete ein anderer Süchtiger von einer ähnlichen Erfahrung, wobei er die Elektroakupunktur mit einer bestimmten Dosis Opium verglich.« Weitere Nachfragen ergaben, dass sich unter den Patienten von Dr. Wen auch einige Alkoholiker und Raucher befanden, die durch die Akupunktur-Behandlung von ihrer Sucht befreit worden waren. Amstärksten beeindruckte jedoch die Wirkung der Elektroakupunktur bei Rauschgiftsüchtigen in der akuten Entwöhnungsphase. Charakteristische Entzugssymptome wie triefende Nase, Magenkrämpfe, schmerzende Gelenke und Angstgefühle verschwanden gewöhnlich schon nach zehn bis fünfzehnminütiger Stimulation mit Hilfe von Nadeln, die in die Ohrmuschel – am sogenannten Lungenpunkt – eingeführt wurden.

Leider ging die wunderbare NES-Methode der Meg Patterson mit Ihrem Tode in 2002 beinahe verloren und wird nur noch von wenigen Kollegen weltweit so praktiziert.

Scheinbar hat das US Militär NES nun auch für seine Zwecke entdeckt …. lesen Sie folgenden interessanten Artikel:

Druckversion – US-Spezialeinheiten testen Neurostimulation zur Optimierung | Telepolis

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